Heizmanschetten sind betriebsbereite, elektrische Beheizungen mit integrierter Wärmeisolierung.
Sie werden auf kundenseitig vorgegebene Konturen gefertigt. Durch die angepasste Form reduziert sich die Installationszeit für den Anwender auf ein Minimum.
Heizmanschetten können für die verschiedensten Bauteile hergestellt werden, wie z.B.:
• Rohre (Abb. 1)
• Flansche
• Glaskolonnen
• Fahrbehälter
• Gehäuse von Rauchgasabzügen (Abb. 2)
• Behälterböden (Abb. 4)
• Standard Vakuumkomponenten (Abb. 3)
• Pumpenköpfe (Abb. 5)
• runde oder rechteckige Behälter
• Vakuumpumpen
• Durchflussmesser
• Ventile
und viele andere Bauteile mehr.
Heizmanschetten werden aus textilen Materialien gefertigt. Sie bestehen aus einer Heizfläche, einer elektrisch isolierten Heizleitung, einer Wärmeisolation und einem robusten Außenmantel.
Der Verschluss erfolgt mit Klettverschlüssen auf dem Außenmantel.
Abb. 2: Gehäuse Rauchgasabzug, beheizt
Verwendete Materialien
Die Auswahl der Materialien richtet sich nach den Einsatzbedingungen. Kriterien sind die
Betriebstemperatur und das Umfeld, in dem die Heizung eingesetzt werden soll.
Es kommen hochwertige technische Gewebe aus Kevlar, Silikon, PTFE, Textilglas und textilem Quarzglas zum Einsatz.
Im Temperaturbereich bis 250 °C können feuchtigkeitsdichte, elektrisch mit PTFE isolierte Heizleitungen verarbeitet werden.
Im Temperaturbereich bis 450 °C werden textilglasisolierte Heizleitungen, im Temperaturbereich bis 900 °C quarzglasisolierte Heizleitungen verwendet.
Wir verfügen über ein umfangreiches Lager an geeigneten Heizleitungen. Trotz der aufgebrachten elektrischen Isolation können sie mit kleinen Biegeradien auf den zu beheizenden Flächen aufgebracht werden.
Dadurch ist es möglich, auch kompliziertere Oberflächen dicht mit Heizleitung zu belegen. Bei gleicher Heizleistung wird die Belastung des Heizdrahtes
reduziert und die Temperaturdifferenz zwischen Heizelement und gewünschter Bauteiletemperatur auf ein Minimum reduziert.
Die Erwärmung erfolgt nicht punktuell, sondern über die gesamte zur Verfügung stehende Fläche.
Abb. 3: Standard Vakuumkomponenten
Temperaturregelung
Heizmanschetten müssen temperaturgeregelt und wenn es erforderlich ist auch zusätzlich temperaturbegrenzt betrieben werden.
In der Regel liefern wir deshalb Heizmanschetten mit eingebauten Thermoelementen oder Pt 100
Widerstandsthermometern.
Auch der Einbau von mechanischen Temperaturwächtern ist möglich.
Als universell einsetzbares Regelgerät empfehlen wir unsere Serie HT
MC1, für umfangreichere Beheizungen unsere Serie HT
60.
Abb. 4: Heizmanschette für Behälterboden
Aufbau einer Heizmanschette
Außenmantel: Aluminium oder PTFE beschichtete Gewebe
Verschluss: als Klettverschluss in verschiedenen Materialien, Ösenleiste
Heizleitung: Elektrisch mit PTFE, Textilglas oder Quarzglas isoliert
Temperaturfühler: Alle gängigen Thermoelemente, Pt-100, Thermoschalter zur Temperaturüberwachung
Heizfläche: Gewebe aus Kevlar, Silikon, PTFE-beschichtete Gewebe, Textilglas, Quarzglasgewebe
Abb. 5: Beheizter Pumpenkopf
Wenn Sie ein Angebot wünschen, teilen Sie uns bitte die folgenden Daten mit:
• Beschreibung des zu beheizenden Bauteiles mit Skizze, Zeichnung oder
Foto
• Aufgabe der Heizung: Aufheizen des Bauteiles oder Ausgleich von Isolationsverlusten
• Betriebstemperatur
• Angabe des gewünschten Temperaturfühlers: Standard ist NiCrNi (K)
• Ausführung von Netz und Fühlerleitungen; Gemeinsam oder getrennt
• Länge der Anschlussleitungen: Standard ist 1,5 m
Übrigens: Wir fertigen unsere Manschetten auch ohne Heizelement. Sie erhalten dann hochwertige, abnehmbare und
passgenaue Isoliermanschetten, die Ihre bereits beheizten Bauteile vor unnötigen Wärmeverlusten schützen.